S. 10: Ich rauche niemals, es sei denn, daß ich mich in der Gesellschaft von Leuten befinde, die Nichtraucher sind, weil sie das Nichtrauchen als eine Tugend betrachten.
S. 18: Temperaturschwankungen von 60 Graden an einem Tage sind keine Seltenheit.
S. 20: Es ist in Wirklichkeit leichter, ein paar Monate lang in Tibet unter großen Schwierigkeiten, Gefahren und gelegentlichen Entbehrungen umherzureisen, als ein paar Monate lang mit einer Frau zusammenzuleben, die einem nicht gefällt.
S. 21/22: Ich hatte selten Schwierigkeiten mit wilden Tieren. ... Und ich bin Vegetarier. Ich esse keine Tiere, und die Tiere essen mich auch nicht. Vielleicht beruht das auf Gegenseitigkeit, wie vieles andere im Leben.
S. 29: Obgleich sie sehr schwatzhaft sind, haben die Tibetaner dennoch die angenehme Eigenschaft, niemals über andere Leute hinter deren Rücken etwas Unangenehmes zu sagen.
S. 44: Alle Leute in Tibet können allerdings nicht von klugen Prophezeiungen und dergleichen leben. Es gibt daher auch noch andere Berufe. die hauptsächlichsten sind Ackerbau, Predigen und Wahrsagen, Viehzucht und - Raub!
S. 60: Die heranwachsende Generation wird vielfach in den Klöstern erzogen, obgleich es auch außerhalb der tibetanischen Klöster einige Schulen gibt. Dort müssen die armen jungen Leute viel bedeutungsloses Gerede anhören, und allmählich verkrüppelt die tibetanische "Erziehung" ihren jugendlichen gesunden Menschenverstand, erstickt ihre Begeisterungsfähigkeit und verwandelt sie in kleine erbärmliche Nachahmungsmaschinen. Vieles von dem, was die Tibetaner so prahlerisch "Erziehung" nennen, ist in Wirklichkeit nichts anderes, als ein Herabziehen der Jugend auf das Niveau der Erwachsenen.
S. 71: Obgleich die Tibetanische Zentralregierung schon seit einer Reihe von Jahren Banknoten herausgibt, werden dieselben in einem gewissen Abstand von der Hauptstadt nicht mehr in Zahlung genommen. die Räuber in Westtibet nahmen mir z. B. nicht einmal die Banknoten ab, denn sie wußten offenkundig nicht, dass Banknoten Geldwert haben!
S. 72: Es gibt sogar Tibetaner, die Tibet für das zivilisierteste Land der Welt halten, ...
S. 125: Dem Gelehrten sind viele Dinge verschlossen. Dem Weisen wird alles klar.
S. 134: ... Unsinn aber gibt es da und dort. Die tibetanischen Einsiedler aber haben den Mut und die Entschlossenheit, die tibetanischen Dummheiten einfach nicht mitzumachen.
S. 137: Nichts ist gut oder schlecht, sondern alles hängt davon ab, welchen Gebrauch wir davon machen.
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