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Hallo,
heute war ich im Heimatmuseum Charlottenburg, das liegt gegenüber dem Schloss Charlottenburg  und hinter dem Ägyptischen Museum.

Am 22.02.2000 schrieb Elke Auer in der Berliner Zeitung über die Ausstellung von Bildpostkarten im Charlottenburger Heimatmuseum unter der Überschrift:
Der Liebsten wurden eindeutige Bilder geschickt
- Heimatmuseum zeigt Bildpostkarten aus über 60 Jahren / Erotische Motive waren besonders beliebt.

Mehr als 600 Bildpostkarten aus den Jahren zwischen 1895 und 1960 zeigt das Heimatmuseum in der Sonderausstellung "Zauberhafte Kleinkunst". Fast alle Karten stammen aus der privaten Sammlung des Berliners Horst Hacker, der seit fünfzig Jahren Bildpostkarten sammelt. -
   
Als ich die Ausstellung betrat, stand ich einer Art -Postkarten- vorhang- gegenüber.
Sehr schön aufgemacht sind die mit Haaren beklebten Damenportaits.
   
   
Auf der Karte rechts oben mit der kleinen Maus steht die Aufforderung: Put me among the girls! - was soviel heißt wie: Setzt mich zwischen die Frauen!
     
Weiter heißt es in der Berliner Zeitung: Da schlagen dicke Ehefrauen ihre Männer mit Bratpfannen. Oder sie sitzen mit ihrem Mops auf dem Sofa, stricken, und zur Tür herein kommt ein mickriges Männlein. "Mach kein so trauriges Gesicht; wenn Frauchen strickt, dann haut sie nicht", steht in kleinen Buchstaben über dem Bild.
   
   
Das sind die einen.
       
Die anderen stehen in Schleier gehüllt halb nackt vor idyllischen Seen und lächeln.
 
   
Der Unterschied zwischen Frau und Ehefrau ist auf Postkarten der Jahrhundertwende deutlich zu erkennen.
     
Aber einen runden Po haben beide.
   
Was Dir schon lange nötig tut
Das weiß ich ganz genau
Drum wünsche ich Dir kurz und gut
'Ne liebe hübsche Frau.
     
Weiter schrieb die Berliner Zeitung:
Zur Ausstellung gehört ein vollständiges Kartenalbum des Berliner Künstlers Fidus (1868 1948).  
           
Das hatte mich besonders motiviert, die Ausstellung zu besuchen. Fidus lebte von 1868 bis 1948 und war mit seinen Darstellungen an der Prägung des deutschen Jugendstils beteiligt.
     
Leider war von dem angepriesenen Album nur eine aufgeschlagene Seite einzusehen. Aber immerhin kannte ich die gezeigten Darstellungen noch nicht.
     
     
     
     
   
     
     
     
 
Zu Fidus s. a. den Artikel Schön und gut? - Skizzen zu Jugend und Körperkultur seit 100 Jahren - von Beat Wyss (Zurzeit nicht erreichbar)
         
 
Alte Reklamekarten, Stereo- und Duftpostkarten waren ebenso zu sehen wie Scherz- oder Katastrophenkarten . Der Brand des Berliner Funkturms beispielsweise soll ein sehr gefragtes Motiv gewesen sein.
     
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