Heimatmuseum Charlottenburg, Berlin, den 25. 2. 2000

Hallo,

heute war ich im Heimatmuseum Charlottenburg, das liegt gegenüber dem Schloss Charlottenburg Charlottenburger Schloss
und hinter dem Ägyptischen Museum. Ägyptisches Museum

Am 22.02.2000 schrieb Elke Auer in der Berliner Zeitung über die Ausstellung von Bildpostkarten im Charlottenburger Heimatmuseum unter der Überschrift:
Der Liebsten wurden eindeutige Bilder geschickt - Heimatmuseum zeigt Bildpostkarten aus über 60 Jahren / Erotische Motive waren besonders beliebt.
Postkartenausstellung
Mehr als 600 Bildpostkarten aus den Jahren zwischen 1895 und 1960 zeigt das Heimatmuseum in der Sonderausstellung "Zauberhafte Kleinkunst". Fast alle Karten stammen aus der privaten Sammlung des Berliners Horst Hacker, der seit fünfzig Jahren Bildpostkarten sammelt. - Postkartenvorhang
 
  Als ich die Ausstellung betrat, stand ich einer Art -Postkarten- vorhang- gegenüber.
Karten mit aufgeklebten Haaren Sehr schön aufgemacht sind die mit Haaren beklebten Damenportaits.
 
  Humor 1
 
  Auf der Karte rechts oben mit der kleinen Maus steht die Aufforderung: Put me among the girls! - was soviel heißt wie: Setzt mich zwischen die Frauen!
 
 
  Weiter heißt es in der Berliner Zeitung: Da schlagen dicke Ehefrauen ihre Männer mit Bratpfannen. Oder sie sitzen mit ihrem Mops auf dem Sofa, stricken, und zur Tür herein kommt ein mickriges Männlein. "Mach kein so trauriges Gesicht; wenn Frauchen strickt, dann haut sie nicht", steht in kleinen Buchstaben über dem Bild.
 
  Erotik 1
 
  Das sind die einen.
 
 
 
  Die anderen stehen in Schleier gehüllt halb nackt vor idyllischen Seen und lächeln.
  Alte los
 
  Der Unterschied zwischen Frau und Ehefrau ist auf Postkarten der Jahrhundertwende deutlich zu erkennen.
 
 
  Aber einen runden Po haben beide.
 
  sehr direkt: Du hast eine Frau nötig Was Dir schon lange nötig tut
Das weiß ich ganz genau
Drum wünsche ich Dir kurz und gut
'Ne liebe hübsche Frau.

 
 
  Weiter schrieb die Berliner Zeitung:
Zur Ausstellung gehört ein vollständiges Kartenalbum des Berliner Künstlers Fidus (1868 1948).
  x
 
 
 
 
 
  Das hatte mich besonders motiviert, die Ausstellung zu besuchen. Fidus lebte von 1868 bis 1948 und war mit seinen Darstellungen an der Prägung des deutschen Jugendstils beteiligt.
 
 
  Leider war von dem angepriesenen Album nur eine aufgeschlagene Seite einzusehen. Aber immerhin kannte ich die gezeigten Darstellungen noch nicht. starkes Neues Jahr
 
 
  Parkbank
 
 
 
 
 
  Rauchwolke
 
 
 
 
  Schlittschuhläuferin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Zu Fidus s. a. den Artikel Schön und gut? - Skizzen zu Jugend und Körperkultur seit 100 Jahren - von Beat Wyss (Zurzeit nicht erreichbar)
 
 
 
 
  rechts der brennende Funkturm
  Alte Reklamekarten, Stereo- und Duftpostkarten waren ebenso zu sehen wie Scherz- oder Katastrophenkarten . Der Brand des Berliner Funkturms beispielsweise soll ein sehr gefragtes Motiv gewesen sein.
 
 
 

Stereoskop f. Stereokarten


Erstellt am 25.02.00 - Letzte Änderung am 26.02.2000.
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